Kinder bauen Buden – Praxisorientierte Fortbildung für Erzieher

Kinder bauen Buden – praxisorientierte Fortbildung für Erzieher

Kennen Sie den Spot von der Visacard? Darin werden teure Geschenke ausgepackt und für das kleine Kind ist es unbezahlbar mit dem Karton zu spielen.

Kinder lieben es sich zu verstecken. Versuchen Sie sich zu erinnern. Bestimmt haben auch Sie als Kind „Buden“ gebaut und darin gespielt. Es müssen also durchaus nicht immer teure Spielsachen sein, um ein Kind glücklich zu machen. Zugegeben, dieses Spiel bringt etwas Unordnung mit sich. Doch die Kinder folgen nur dem Bedürfnis nach Geborgenheit, so wie wir alle.

Haben Sie schon einmal beobachtet, dass wir uns in Gaststätten lieber mit dem Rücken zu einer Wand setzen? Oder, dass wir uns unwohlfühlen, wenn uns jemaKinder_Fortbildung für Erziehernd im Rücken steht und wir den Beobachter nicht sehen können? Oder, dass uns Getuschel im Hintergrund nervös macht? All das sind Beispiele dafür, dass wir ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis haben. Hinter uns und über uns können wir Gefahren nur schwer ausmachen, daher fühlen wir uns verunsichert, wenn wir keinen „Rückenhalt“haben. Für Kinder bedeutet das Verstecken unter Decken einer möglichen Gefahr zu trotzen. Kuschelwärme und Lieblingsspielsachen erhöhen das Wohnbefinden nachhaltig. Daher fungiert eine „Bude“ oder ein Zelt auch als Rückzugsmöglichkeit, um allein zu sein. Ob zu Hause oder in einer Kindertagesstätte eine solche Rückzugsmöglichkeit sollte in keiner Kinderbetreuung fehlen.

1. Die „Bude“ unterm Tisch

Die „Bude“ unterm Tisch ist die einfachste Variante. Es wird nicht mehr gebraucht als Decken und Wäscheklammern. Die Decken werden so über den Tisch gelegt, dass sie bis zum Fußboden reichen. Der Tisch sollte so groß sein, dass sich das Kind gut darunter bewegen kann. Die Klammern dienen dazu, die einzelnen Decken zusammen zu halten und eine Art Tür einzubauen.
Meist nehmen Kinder Kissen und Puppen mit in ihre Wohnung.

2. Das Zelt im Garten

Dafür werden zwei große Decken benötigt. Diese werden wie ein Wäschestück an einer Leine befestigt. Die Decken sollten so groß sein, dass diese am Boden auseinandergezogen werden können, so dass ein Zelt entsteht. Die vier Enden werden mit Bindfäden an Stöcken befestigt, die in den Erdboden gesteckt werden. Die Seiten können mit keinen Decken und Klammern geschlossen werden. Decken und Kissen für den Boden machen das Zelt zu einer wahren Behausung.

3. Das TipiKinder_Fortbildung

Das Tipi ist ein Indianerzelt. Dafür werden 5 oder 6 Stöcke gebraucht. Diese werden am Boden in einem Kreis aufgestellt und an der Spitze mit Bindfaden zusammengebunden. Umhüllt wird das Gerüst mit festem Stoff. Dazu wird der Stoff entsprechend der Größe des Gerüsts in Vierecke geschnitten. Die einzelnen Vierecke werden mit wenigen Nadelstichen oder mit Leim zusammengefügt. Wenn Sie möchten, können Sie den Stoff bemalen. So ein Tipi kann im Garten oder im Zimmer aufgebaut werden.