Kindertagespflege: Das „Große Curriculum“ nach dem DJI und dem Bundesverband für Kindertagespflege e.V.

Kindertagespflege ist mehr als eine Betreuung von Kindern

Von meinen Teilnehmern der Fortbildung „Großes Curriculum“ für die Kindertagespflege habe ich immer wieder gehört, wie groß das Interesse für einen Erfahrungsaustausch, für Fachgespräche und Hinweise bei Problemen ist. Daher spielen neben der Vermittlung von Kentnissen über verschiedene Erziehungs- und Betreuungsthemen der Erfahrungsaustausch eine große Rolle.

Wie können Sie sich das vorstellen? Aufgegriffen werden interessante Themen, die aus Ihrem Berufsalltag der Kindertagespflege stammen. Durch einen Input, eine gezielte Fragestellung oder einen konkreten Fall wird das Thema bearbeitet. Dazu können und sollen alle ihre Meinung und Erfahrung einbringen. Die Treffen werden dann erfolgreich sein, wenn alle mit zumindest einer Anregung, einer Idee oder einer neuen Erkenntnis nach Hause gehen.

Fortbildung „Großes Curriculum“ für die Kindertagespflege ist demnach besonders für diejenigen geeignet, die mit anderen Tagesmüttern / Tagesvätern ins Gespräch kommen wollen und offen für einen moderierten Gedankenaustausch sind.

In die Diskussion wird auch der Sächsische Bildungsplan einbezogen. Welche Themen werden aufgegriffen? Welche Konzepte werden vertreten? Welche Anregungen und Hinweise werden gegeben?

 

Die Kursdaten 

                              ist ausgebucht

Ort: Naumburger Str., Leipzig Plagwitz

Kurszeiten: 09:00 bis 16:00 Uhr

Abschluss: Zertifikat vom Bundesverband für Kindertagespflege

Kosten:

Anmeldung bis 20.04.17 = 610,00 €; danach 900,00 € bzw. 750,00 €, wenn Sie den Grundkurs bei mir absolviert haben

(ohne 1. Hilfekurs); Förderung über Bildungsprämie möglich

nebenberuflicher Kurs in 2017, Beginn: August 2017

Die Seminartermine für den Kurs 2017:

05.08.; 19.08.; 02.09.; 16.09.; 07.10.; 04.11.; 18.11.; 02.12.17

Die weiteren Termine für 2018 werden in der Gruppe abgesprochen.

Die Dozenten

  • Dr. Kristina Schubert

    2010_11_11_9999_29_bInhaberin Institut für Selbstmanagement und Innovation; Leiterin des Kurses; Schwerpunkt: Entwicklung und Bildung von Kindern; Dipl. Pädagoge; Lernbegleiterin und Lerncoach

  • Mario Mantwillat

    Foto(1)Diplom Ökotrophologe, Weiterbildung in Calw und Umgebung;
    Schwerpunkt: Gesunde Ernährung im Kleinkindalter

  • Ella Behn

    Reittherapie mit Kindern; staatl. anerkannte Ergotherapeutin;
    Schwerpunkt: Kommunikationstraining mithilfe von Pferden

  • Katrin Thiem

    Volljuristin & Mediationstrainerin;
    Schwerpunkt: Rechtliche Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege; Vertragsrecht, Konfliktmanagement

    Konflikttraining

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Kindertagespflege

Kurzfassung des Inhalts „Großes Curriculum“ für die Kindertagespflege nach dem DJI und dem Bundesverband Kindertagespflege e.V. Empfehlung_Fortbildung_in_Kitas

Berufliche Identität – Erwartungen an den Beruf (20 UE)

z. B. Erwartungen der Tagesmütter/Tagesväter an ihre Arbeit in der Kindertagespflege,

Aufgaben und Alltag der Tagesmütter/Tagesväter,
Arbeitsbedingungen gestalten,

Eigene Fähigkeiten, persönliche Voraussetzungen, individuelle Ziele

Rechtliche Rahmenbedingungen für eine Kindertagespflege (20 UE)

z. B. Rechte und Pflichten der Tagesmütter/Tagesväter,
Verantwortung und Haftpflicht,

Verträge, Versicherungen,

Bundes- und Ländergesetze

Kinderbetreuung aus Sicht der Kinder (16 UE)

z. B. Eingewöhnung,
Einordnen in die Gruppe,

Kinder zwischen Eltern und Pflege,

Tagesablauf

Kinderbetreuung aus Sicht der Eltern (24 UE)

z. B. Zusammenarbeit mit Tagesmutter/Tagesvater,

Schwierige Situationen und Konflikte,

Unterschiedliche pädagogische Ansätze

Zusammenarbeit mit Eltern aufbauen

Die Rolle der Tagesmutter/des Tagesvaters

Kommunikation, Absprachen und Schweigepflicht

Die Entwicklung der Kinder (20 UE)

z. B. Entwicklungsphasen,

Kinder sind Persönlichkeiten,

Die Entwicklung wahrnehmen, beobachten, dokumentieren und auswerten,

Die Entwicklung fördern,

Bedarfe und Bedürfnisse der Kinder erkennen,

Mittel der Förderung – Sprache, Spiel, Bewegung, Musik …

Betreuung der Kinder (8 UE)

z. B. Sicherheit drinnen und draußen,

Gesundheit und Ernährung

Erziehung der Kinder unter den Bedingungen der Kindertagespflege(24 UE)

z. B. Erziehungsmethoden

Aktuelle Erkenntnisse der Neurowissenschaften

Die Beziehung zu den Kindern gestalten

Gewaltfreie Kommunikation

Stressfreie Erziehung

Umgang mit schwierigen Situationen

Präventive Mittel

Individuelle, geschlechtsspezifische und kulturelle Unterschiede

Kreativität und Spiele (8 UE)

z. B. Spielorte, Spielräume, Spiele

Erlebnispädagogik

Bücher und Lernmedien, Musik und Bewegung

Besondere Herausforderungen ind der Kindertagespflege(12 UE)

z. B. Eigene und fremde Kinder,

Kinder und Hausarbeit,

Krankheit eines Kindes

Kinder mit Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten,

Eltern mit Suchtproblemen

Rahmenbedingungen und Vernetzung (8 UE)

z. B. Kontakte zu anderen Tagesmütter/Tagesväter halten,

Erfahrungsaustausch organisieren,

Teilnahme an Weiterbildungskursen,

Stressprävention,

Die eigene Familie als Lebensumfeld und Arbeitsplatz

Methodik

KindertagespflegeFür die Umsetzung der Lehrinhalte werden verschiedene traditionelle und moderne Methoden eingesetzt. Allgemein besteht der Unterricht aus drei großen Teilen:

a) Dozentenvorträge, Grundlagenvermittlung, Wissenstransfer

In den Vorträgen wird Wissen vermittelt. Ein Teil der Inhalte wird in Form von aufgezeichneten Präsentationen dargeboten. Dies hat den Vorteil, dass die Teilnehmer immer wieder darauf zugreifen können. Diese Videopräsentationen werden den Teilnehmern auf Dauer zugänglich sein.

b) Gruppendiskussionen, Erfahrungsaustausch, Gruppenübungen

Dieser Teil wird den Kern der Weiterbildung bilden. Da die Teilnehmer bereits in dem Beruf tätig sind, gibt die Weiterbildung einen Raum, um die Erfahrungen auszutauschen, Situationen durchzuspielen und so aus den Erfahrungen zu lernen. Die Gruppenübungen verstärken diesen Lerneffekt.

c) individuelle Übungen, Recherchen, individuelle Ausarbeitungen

Ein Teil der Weiterbildung basiert auf individuellen Ausarbeitungen. Z. B. Recherchearbeiten für die Abschlussarbeit oder um Kooperationen aufzubauen. Das Web 2.0 wird eine Basis bilden. Die Teilnehmer müssen daher über einen gut funktionierenden Internetzugang verfügen. Die Ergebnisse der individuellen Arbeit wird in der Gruppe ausgewertet.

Die Themen Dokumentation und die Arbeit mit dem Bildungsplan werden systematisch in alle Fachthemen integriert und ziehen sich als „roter Faden“ durch alle Themen durch.

Die Stundenanzahl der einzelnen Themen kann sich dem Bedarf anpassen und damit leicht verschieben.

Kriterien für die Erteilung des Zertifikates vom Bundesverband für Kindertagespflege e.V.: bvktp