Praxisanleiter – Weiterbildung für Erzieher

PraxisanleiterSie ist gerade 19 Jahre alt als sie in einer Kindertagesstätte ihr Praktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin beginnt. Sie hat zwar oft auf ihre zwei kleinen Geschwister aufgepasst, aber die Betreuung fremder Kinder ist ihr neu, genauso wie die Mitarbeit in einem eingespielten Team. Sie fragt sich, was sie erwarten wird, wie sie aufgenommen wird, was ihre Aufgaben sein werden und wie es ihr gelingt diese zu meistern.

 

Bundesweit werden gut ausgebildete ErzieherInnen gesucht. Dabei liegt die außerhäusliche Erziehung für Kinder unter 3 Jahren durchschnittlich bei 20-40 %. In den nächsten Jahren wird demnach der Bedarf weiter steigen.
Ein wichtiger Bestandteil der Erstausbildung ist der Praxisteil, das Praktikum in einer Kindertagesstätte. Für die Praktikanten eine aufregende und neue Erfahrung, die zu einem wesentlichen Teil die Einstellung zum Beruf prägen wird. Genau deshalb ist ein gutes und vertrauensvolles Mentoring durch eine qualifizierte Erzieherin nötig.

Diesen Überlegungen folgend entwickelten die Länder Empfehlungen für die Fortbildung von staatlich anerkannten Erziehern zu Mentoren. Wenn gleich die Ausführungen zu dieser Fortbildung in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausfallen, haben sie alle die gleiche Zielstellung.

Im Prozess der berufsbegleitenden Fortbildung zum Mentor (Praxisanleiter) sollen die TeilnehmerInnen lernen Berater, Moderator und Vorbild für die Praktikanten zu sein. Dazu gehört:
– sich in die Perspektive des Praktikanten hinein zu versetzten,
– den Praktikanten mit den Abläufen in der Einrichtung vertraut zu machen,
– den Praktikanten zu motivieren,
– die Arbeit des Praktikanten zu reflektieren und zu dokumentieren,
– den Praktikanten anzuleiten, dessen Arbeit zu unterstützen, Anregungen zu geben.

Für die Kindertageseinrichtung ist die Aufnahme einer Praktikantin oder eines Praktikanten eine zusätzliche und verantwortungsvolle Aufgabe. Für die betreuende Erzieherin ist die Arbeit als Mentor ein Rollenwechsel. Die Fortbildung zum Mentor bereitet sie auf diese Aufgabe vor.

Kurs Erzieher als Praxisanleiter in Leipzig

Beginn: Februar 2017

Stundenumfang: 80 UE, jeweils 09:00 bis 16:00 Uhr (nebenberuflich, an einem Wochentag)

Ort: Leipzig Plagwitz

Kosten: 560,00 €/pro Person

Abschluss: Trägerzertifikat

Tragen Sie sich bitte ein. Dies ist eine verbindliche Anmeldung.

 

Termine für 2017 in Leipzig

keine aktuellen Termine

Praxisanleiter für ErzieherInnen – Der Online-Kurs

Zeitraum kein aktueller Kurs
Ort Online
Abschluss Trägerzertifikat
Stundenumfang 80 Unterrichtsstunden
Kosten 370,00 €
Förderung je nach Bundesland

Die Themen: Praxisanleiter Weiterbildung ( als PDF: Praxisanleiter )

1. Berufliche Rolle
ErzieherIn zu sein ist eine Sache – Mentor (Praxisanleiter) sein eine andere. Innerhalb einer Kindertageseinrichtung verschiedene Rollen einzunehmen ist nicht immer leicht und erfordert unterschiedliche Kompetenzen. Klären Sie Ihre Aufgaben und persönliche Stärken als Mentor.

2. Mentor (Praxisanleiter) und Mentee
Der Mentee steht unter Ihrer Verantwortung. Für eine gute Zusammenarbeit sind Anerkennung, Achtung und Vertrauen wichtig. Wie kann ein solches Verhältnis hergestellt und gehalten werden?

3. Selbstmanagement
Als Mentor (Praxisanleiter) stehen Sie in Ihrer Kindertageseinrichtung als Alleinkämpfer. Vorteilhaft ist es daher Mittel und Techniken des Selbstmanagements zu kennen und zu beherrschen. Dazu gehören u.a. Zeiteinteilung, Arbeitsorganisation, Selbstmotivation und Selbsteinschätzung.

4. Ausbildungskonzepte
Die Mentoren lernen ein individuelles Ausbildungskonzept für den Anleitungsprozess zu entwickeln und Lehr- und Motivationsprozesse der TeilnehmerInnen kreativ anzuregen und zu fördern.

5. Praxisanleiter – Reflexion / Beratung / Beurteilung
Die Rückmeldung soll eine Förderung der persönlichen Entwicklung der Praktikantin sein. Das Feedback muss konstruktiv sein, so dass sie sich dazu entscheidet, die Kritik für sich anzunehmen. Beobachten, beurteilen und ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen ist eine sehr wichtige Aufgabe der Mentorin (Praxisanleiter).

6. Kommunikation
Kommunikation findet auf verschiedenen Ebenen statt – mit der Leitung, mit Kollegen und Eltern. Das „WIE“ im Miteinander und gegenseitigem Verstehen sind wichtige und grundlegende Aspekte des Mentorings. Gesprächsrahmen, Gesprächsziele und situationsgerechte Reaktionen helfen jede Kommunikation effektiv zu gestalten und Gespräche zu leiten.

7. Umgang mit den Kindern
Betreuung, Erziehung und Bildung sind die Hauptaufgaben eines Erziehers/einer Erzieherin. Wie ein Mentor dem Mentee helfen kann, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen, wird an verschiedenen Beispielen demonstriert.

8. Konflikte
Missverständnisse und Fehlinformationen sind die häufigsten Gründe, warum Konflikte entstehen. Wie Konflikte vermieden oder gegebenenfalls bewältigt werden können, wird an Fallbeispielen aufgezeigt und erarbeitet.

9. Supervision
Situationen in der Anleitung sind manchmal besser zu bewältigen, wenn Hilfe von Außen in Anspruch genommen werden kann. Der Einsatz von Supervision anhand von konkreten Fällen kann sehr wirkungsvoll sein.

10. Aktuelle Entwicklungen
Es wird ein Überblick über aktuelle pädagogische Entwicklungen / Projekte / Rechtssprechung usw. gegeben.